Dienstag, 21.08.2018 09:58 Uhr

Ein Seegen für Umweltschützer?

Verantwortlicher Autor: Benjamin Lubec Wien, 09.11.2017, 09:33 Uhr
Presse-Ressort von: Benjamin Lubec Bericht 4791x gelesen

Wien [ENA] Das Ozonloch über der Antarktis ist so klein wie vor etwa 30 Jahren. Messungen zeigen, dass es mit 20 Millionen Quadratkilometern Fläche so klein ausfällt wie etwa dem Jahr 1988. Grund zur Entwärmung sei dies keiner. Ursache ist der außergewöhnlich warme Winter der Antarktis, jedoch nicht eine dauerhafte Heilung des Problems. Denn für einen optimalen Schutz sind 300 bis 500 Dobson-Einheiten erforderlich.

Dar sich im Winter aufgrund der Kälte mehr Ozon unter der Ozonschicht ansammelt, verstärkt dies den Treibhauseffekt. Doch immer mehr Ozon wird seit den achtziger Jahren ausgestoßen und damit unser größter Schutz vor schädlicher UV-Strahlung beschädigt. Der warme Winter der gerade durch eine Erderwärmung herbeigerufen wurde, scheint wie ein Seegen für die schon ausgedünnte Ozonschicht zu sein.

Auch die Ozonkonzentration innerhalb des Ozonlochs sank 2017 weniger stark als in den Jahren zuvor. Laut Wissenschaftlern wurde ein Wert von 136-Dobson Einheiten ermittelt. Dieser Wert wurde zuletzt 1988 ermittelt. In der Vergangenheit haben wir in bestimmten Höhen der Stratosphäre immer wieder einen Wert von 0 gemessen- so Bryan Johnson von der NOAA. Dieses Jahr erhielten die Messungen bei keinem Durchlauf den Wert Null.

Ausgedünnt ist die Ozonschicht innerhalb des Ozonlochs über dem Südpol trotzdem, wie die Forscher betonen. Ein Normalbereich von 300 und 500 Dobson-Einheiten wäre für die Ozonschicht angemessen. Das entspricht einer rund drei bis fünf Millimetern dicken Schicht. Erst sie filtert genügend UV aus dem Sonnenlicht, um größerer Schäden bei Mensch, Tier und Pflanzen zu verhindern. So sei dies keine Entwarnung, sagen die Forscher, denn bislang wurden keine Indizien für eine schnelle Heilung gefunden worden. Ein ungewöhnlich warmer Winter, der aufgrund des antarktischen Vortex- die um den Südpol kreisende Luftströmung- wurde durch dessen Instabilität und weniger Stratosphärenwolken ausgelöst.

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