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Made in Germany - das Ende einer Erfolgsgeschichte

Verantwortlicher Autor: Marc Störmer Frankfurt am Main, 29.09.2019, 21:49 Uhr
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Made in Germany
Made in Germany  Bild: Marc Störmer

Frankfurt am Main [ENA] Ende des 19. Jahrhunderts galt die Bezeichnung "Made in Germany" in Großbritannien als Schutz der Verbraucher vor minderwertiger, in Deutschland hergestellter Ware. Im Laufe der Zeit wandelte sich das zu einem international anerkannten Gütesiegel. Doch jetzt gibt es einen Rückwärtstrend.

Erst Schutz der englischen Bevölkerung vor Billigware aus Deutschland, dann anerkanntes Gütesiegel für beste Qualität auf internationalen Märkten, entwickelt sich "Made in Germany" wieder zu dem, was es einst auf der Insel war. Billigware aus Deutschland. Egal ob Dienstleistung, Metallwaren oder Hightech. Seit der Einführung des Billiglohnsektors unter Bundeskanzler Schröder dreht sich die Qualitätsspirale abwärts.

Deutschland wird europaweit abgehängt, und das nicht nur wegen des Niedriglohn- bzw. Billiglohnsektors, im übrigen einer der wenigen Sektoren mit stetigem Wachstum. Doch wer ist bereit für Lohn, der zum Leben nicht reicht, Qualität zu liefern? Eine Frage, der sich die Politik zwar stellen sollte, der sie allerdings mit einfachen Floskeln immer wieder ausweicht und versucht die Zukunft des deutschen Marktes mit dem Grund für dessen Untergang zu erklären. Dem Niedriglohnsektors, den die Wirtschaft angeblich so nötig hat. Made in Germany. Das Ende einer Erfolgsgeschichte.

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